Die Jungfran.
Als auf des Ew'gen Ruf, zur Luſt und Freude, Das Leben ſich der alten Nacht entwand, Und ach! zu bald, des graſſen Uebels Beute, Die Unſchuld aus der jungen Welt verſchwand:
Da weihte ſie, die gottentſproſſ'ne Liebe, Der Jungfrau Buſen ſich zum Heiligthum, Zum Hochaltare reiner Himmelstriebe,
Die uns erheben zu des Urbilds Ruhm.
So iſt ſie fort des Paradieſes Blüthe, Des Schöpfers ſchönſtes Werk im Erdenthal, Ein lebend Bild von ſeiner ew'gen Güte, Von ſeiner Glorie der treuſte Strahl.


