Der Munderbaum.
Eine Parabel.
Es prangt ein wundervoller Baum In lichtbeſtrahlten Auen. Er dehnet ſich durch weiten Raum, Die ſchärfſten Blicke mögen kaum Ein Theilchen überſchauen. Mit Blüthen, Laub und Früchten iſt Er längſt geziert zu gleicher Friſt, Und herrlicher ſtets kleiden Sie ihn im Flug der Zeiten.
Einſt grünt' er blos, ein ſchwanker Sproß, Im Glanz der Morgenſonne, Bis ſeinem edeln Mark entfloß Saftfüll und ſich in Knospen ſchloß


