.
— 61—
ſie ausrief:„Ach! ſo lebſt du noch, Nickel! Ich bin ſchon faſt vergangen vor Angſt um Dich.“
„Höllekrenk!“ gab dieſer zurück, ſich von der Umhal⸗ ſung frei machend.„So leicht wird der böſe Nickel nicht umgebracht. Ich habe Dir Einen zuſammengeknittert,
Bärbel; der würde ſein Lebtag an mich denken, wenn ich
ihm nicht das Denken ſelbſt dadurch eingeſtellt hätte.“
Bärbel(Blut an ſeinem Arm bemerkend): Du bluteſt ja; oder iſt das Feindesblut?
Nickel: Himmelſackerment! Das hat mir der Kerl abgezapft durch einen Stoß in den Arm, der aber nicht tief eindrang. Schwerenoth! Ev!(zur Gefährtin ſeiner Liebſten gewendet, einer ſchlanken Blondine) Dein Steffen hatte ſchon Vier von der Rotte den Denkkaſten durchge⸗ büchſt, ehe wir zum Werk kamen, das zu vollenden uns dann nur noch eine Bachkatze war. Alle ſind mauſetodt.
Hierauf ſchritten die Geſandten raſch weiter, die Stadtmauer zur Linken laſſend, nach dem ſogenannten Pful hin, einem ummauerten Waſſerbehälter vor dem
Thore des Städtchens. Augenblicklich daſelbſt eingelaſſen,
eilten ſie die etwas ſteile Brunneng aſſe, zunächſt am Eingangsweg befindlich, hinan, Tritt und Weile ſparend, darauf links hin zur Kirche, vor der ſie, rechts um eine Ecke beugend, den Schloßweg betraten und ſchräg aufwärts


