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Historische Novellen und Erzählungen in Prosa und Versen / von Johann Luft
Entstehung
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thun, als ihr gegenwärtiger Zuſtand, geſchweige denn die Fortſetzung ihrer Hartnäckigkeit.

Joachim: Nächſt Jenem möchte ich beſonders um Freilaſſung meines Mitgefangenen bitten, deſſen Hausweſen gewiß bei ſeiner Abweſenheit leidet, der Sorge der Seinigen um ihn und ſeines eigenen Kummers nicht zu gedenken.

Türenne: Das kann aber alsdann erſt geſchehen, wenn die Burg in unſern Händen iſt; denn ſonſt würde wohl ſchwerlich ein günſtiger Erfolg zu hoffen ſein.

Joachim(achſelzuckend): Das freilich. Aber meine Freiheit iſt mir zum erfolgreichen Handeln jetzt nothwendig; und vor Allem Schreibzeug, um die Sache ſchriftlich einzu⸗ leiten, da mündliche Verſtändigung mit meinem Mädchen doch eben nicht angeht.

Letzteres fand ſogleich Gewährung; aber ſtatt des Erſteren mußte ſich Joachim gefallen laſſen, noch fort unter Beobachtung zweier Soldaten mit ſcharf geladenen Gewehren zu agiren.

In der nächſten Stunde darauf klomm ein junger Mann, dem zwei Soldaten immer in ſchußweiter Entfer⸗ nung folgten, von Roſenbach aus, das an der Oſtſeite Neuſtadts liegt, oft durch dichtes Haſelgeſträuch und Pfaffenkäppchengehölze ſchlüpfend, den Breuberg empor. Er war, wie der Leſer leicht errathen wird, der Jäger,