Teil eines Werkes 
2. Band (1824)
Entstehung
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uns Alle nach einem Orte, wo wir Euch nicht ge⸗ faͤhrlich werden koͤnnen! Ich kann meine Freunde nicht verlaſſen, kann mein Schickſal uſcht von dem ihrigen trennen.

Der Gefangenwaͤrter, welcher bisher im Hin⸗ tergrunde unfern der Thuͤr geſtanden hatte, konnte ſich jetzt nicht laͤnger zuruͤckhalten; er trat naͤher, warf ſich nieder zu Euthanaſia's Fuͤßen, und beſchwor ſie, doch ja die Mittel zu ergreifen, die ihr Gott zu ihrer Rettung geſandt hatte.

Caſtruccio ward durch die Waͤrme, mit welcher der wackere, alte Mann ſprach, noch mehr bewegt; ſanft ergriff er die Hand der Gefangenen.Gebt meinen Bitten nach, theuere Euthanaſta! ſprach er,Bei Eurer fruͤheren Liebe zu mir beſchwoͤre ich Euch: thut, wie ich wuͤnſche!

In dieſem Augenblick fiel der Schein der Lampe auf Caſtruccio's Geſicht; ſeine Augen waren mit Thraͤnen gefuͤllt; nur einmal in ihrem Leben hatte ihn Euthanaſia weinen geſehn es war da⸗ mals, als er von ihr Abſchied nahm, um in die Schlacht von Monte Catini zu ziehn. Jener