erwachte und ſprang raſch empor.„Was ſoll das bedeuten?“ fragte ſie erſchrocken.
Caſtruccio's Geſichtszuͤge, deren Strenge der Anblick der Schlafenden gemildert hatte, wurden jetzt ploͤtzlich wieder ernſt und ſinſter.„Madon⸗ na,“ ſprach er,„ich komme, Euch von dieſem Orte wegzubringen.“
Die Graͤfin blickte ihm forſchend ins Antlitz, bemuͤht, aus ſeinen Mienen das, was er mit ihr vorhabe, zu erſpaͤhen; aber Caſtruccio's ernſtes Geſicht gab ihr keine Auskunft, und ſo fragte ſie: „Wohin gedenkt Ihr mich fuͤhren zu laſſen?“
„Das werdet Ihr ſpaͤterhin erfahren.“ erwie⸗ derte der Fuͤrſt von Lucca. Sie ſchwieg; und er fuͤgte mit einem demuͤthigenden Laͤcheln hinzu: „Die Graͤfin von Valperga hat, ſo lange es in mei⸗ ner Macht ſteht, ſie zu beſchuͤtzen, nicht das Schickſal zu befuͤrchten, was ſie mir zu bereiten gedachte.“
„Und das waͤre?“
„Der Tod!“


