Teil eines Werkes 
2. Band (1824)
Entstehung
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mer, von Euch trennen wird; und deßhalb ſage ich Euch hiemit ein ewiges Lebewohl. Sie hatte kaum dieſen Brief geendet, als auch ſchon ein, von Mordecaſtelli abgeſandter Bote bei ihr erſchien. Er berichtete ihr, daß der Statt⸗ halter die Verſchwoͤrung entdeckt habe, und daß ſie ſich in ein Gefaͤngniß begeben muͤſſe, um dort die Befehle des Fuͤrſten zu erwarten. Bei dem Worte Gefaͤngniß bebte die Graͤfin zu⸗ ſammen; ſchnell ſich aber faſſend, gab ſie dem Bo⸗ ten durch ein Zeichen zu verſtehen, daß ſie ihm zu folgen bereit ſey, und ſchweigend, ja, auch nur ohne daß ein Seufzer ihrer Bruſt entſtieg, nahm ſie darauf Platz in ihrem Tragſeſſel, und ließ ſich nach dem Kerker bringen. Der kleine Zug be⸗ wegte ſich langſam hin, durch dieſelben duͤſteren Gaſſen, durch welche ſie einſt dem Gefangenwaͤr⸗ ter zu der ungluͤcklichen Beatrice folgte. Ein Heiligenſchein, mit dem Bildniß der heiligen Jungfrau, vor dem eine Lampe brannte, und an welchem Euthanaſia voruͤber getragen wurde, rief jene ungluͤckliche Begebenheit in ihr Gedaͤcht⸗

Caſtruccio. 11. Band 13