Teil eines Werkes 
2. Band (1824)
Entstehung
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rerin mir entgegen!“— Undiin der That konnte Mordecaſtelli, der mit ganzer Seele an dem Fuͤr⸗ ſten hing, der Graͤfin von Valperga Benehmen nicht anders, als mit Abſcheu betrachten. Der rauhe Krieger kannte den zarten weiblichen Sinn ſo we⸗ nig, er hatte keinen Begriff von den Beweggruͤn⸗ den, welche ihr ihr Verfahren als eine edle, ihr von der Pflicht gebotene Handlung erſcheinen lie⸗ ßen— er konnte nicht in das Heiligthum ih⸗ res Herzens dringen.—

Empoͤrt und hocherzuͤrnt traf demnach Morde⸗ eaſtelli ſeine Anſtalten, und noch bevor der Abend hereinbrach, waren alle Haͤupter der Verſchwoͤrung gefaͤnglich eingezogen.

Fruͤh am naͤchſten Morgen kehrte Caſtruceio nach Lucca zuruͤck! Der Statthalter trat ihm mit einem Antlitz entgegen, in welchem das Falken⸗ auge des Fuͤrſten alsbald etwas Ungewoͤhnliches las.„Warum ſo feierlich, mein Freund?“ fragte Antelminelli,„Sagt mir, weshalb Ihr weder lacht noch weint, da es doch ſcheint, als ob Ihr zu Bei⸗ dem gleiche Luſt haͤttet?“