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ein ſchmaler Felſenpfad fuͤhrt, auf dem man nur ſchwierig hinauf gelangt, der aber dennoch zu er⸗ klettern iſt! Ich ſelbſt ſtreifte dort ſtundenlang um⸗ her. Heute Abend, ehe der Mand aufgeht, will ich Euch den Weg zeigen! Kennt Ihr ihn: iſt das Schloß in Euren Haͤnden.“ Wer vermag in das Herz der Menſchen zu ſchauen? Wer vermag zu ſagen, was ſelbſt der harte, ehrgeizige Caſtruccio fuͤhlte, als er am Abend des ſchauerlichen Oktobertages, in ſeinen weiten Mantel gehuͤllt, an Caſtiglione's Seite, Lucca verließ, um ſeinem Getreuen den geheimen Pfad zu zeigen, den ihn einſt die Liebe finden lehrte, und auf dem er jetzt der einſt Geliebten Untergang und Verderben zu bringen gedachte.
Der Tyrann bemuͤhte ſich indeß, die beſſeren Ge⸗
fuͤhle weg zu raiſoniren.„Soll die Falſche uͤber mich triumphiren?“ ſprach er zu ſich ſelbſt.„Sonl die Liebe, welche ſie verachtet, ſie vor dem Schick⸗ ſal ſchuͤtzen, welches ihre eigene Unvorſichtigkeit uͤber ſie herbeigefuͤhrt hat? Sie moͤge ſich nachgier big bezeigen: und ſie wird finden, daß Caſtrucciv⸗


