Teil eines Werkes 
2. Band (1824)
Entstehung
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mildern. Caſtruccio's Scharfſinn aber bemerkte

dieß, und er beſtand darauf, ihre Antwort eslich zu wiſſen.

„Ein Moͤrder— ein Tyrann! Treffliche Titet in der That,“ ſprach er dann;„weil ich einen Ver⸗ raͤther zum Tode verurtheilte, der gern mein Haupt auf der Spitze einer feindlichen Lanze ge⸗ ſchauet haͤtte! Sie treibt mich auf das Aeußerſte! Ich gaͤbe alles drum, brauchte ich ihr nicht oͤffent⸗ lich den Krieg zu erklaͤren.— Und dennoch muß es geſchehn, und zwar raſch geſchehn, noch bevor ihr ihre Freunde von Florenz Huͤlfe ſenden koͤn⸗

nen! Welch ein feſter Sinn! Ich kann ihn nicht

tadeln, aber ich muß ihn beugen. Ruft mir den Caſtiglione! Ich will ihm wegen der Belagerung

meine Befehle ertheilen. Ich ſelbſt will nicht zuge⸗

gen ſeyn. Morgen breche ich auf, die Florentiner in Schranken zu halten.“

„Edler Herr,“ nahm endlich der Geiſtlche das Wort, indem er ſich mit einem ſelbſtgefaͤlligen Laͤ⸗ cheln in die Bruſt warf,„geſtattet mir zuvor, bei

der Graͤfin von Valperga meine Beredtſamkeit zu