Teil eines Werkes 
2. Band (1824)
Entstehung
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naſia's aufgeregte Neugier zu befriedigen. Sie aber drang ſo ernſthaft in ihn, forſchte ſo ſtrenge nach der Wahrheit, daß ihr endlich, wenn auch nur aus ſeinen abgebrochenen Aeußerungen, die ganze traurige Geſchichte kund ward. Die Graͤfin war gewaltig erſchuͤttert, aber Mitleid mit der Ungluͤcklichen war dennoch in dieſem Au⸗ 3 genblick das herrſchendſte Gefuͤhl ihres edlen Her⸗ zens.O, man muß ihr nach ſie zuruͤckbrin⸗ gen ſie troͤſten! rief ſie lebhaft,Ihr Elend iſt groß, aber es giebt ein Mittel dafuͤr.

Und unverzüglich ſandte ſie Eilboten auf den Weg nach Rom, denen ſie große Belohnungen verſprach, falls es ihnen gelingen wuͤrde, die Pil⸗ gerin aufzufinden; andere wurden nach Ferrara geſchickt, um dort Erkundigungen uͤber den Auf⸗ enthalt der Ungluͤcklichen einzuziehn. Wochen⸗ lang dauerten dieſe Nachforſchungen, aber ſie blie⸗ ben fruchtlos. Von Ferrara hoͤrte man nur, daß ſie im vergangenen Fruͤhling dieſe Stadt verlaſſen habe, um nach Rom zu wallfahrten, ſeitdem habe man nichts weiter von ihr erfahren; die Graͤ⸗