Teil eines Werkes 
2. Band (1824)
Entstehung
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Zelle, zur Ruhe. Die Aebtiſſin hatte beſchloſſen, ihrem Gaſte am naͤchſten Morgen troͤſtend zuzu⸗ ſprechen; doch die Pilgerin war ſchon vor To⸗ gesanbruch wieder aufgebrochen.

Dieſe Begebenheit hatte auf Euthanaſia einen großen Eindruck zuruͤckgelaſſen. Der Beſuch der Pilgerin hatte ſo etwas Seltſames, ſo etwas Ge⸗ heimnißvolles, etwas das, wie ſie fuͤhlte, mit ih⸗ rem Schickſal durchaus in Verbindung ſtehen maͤſſe, konnte ſie gleich nicht entraͤthſeln, auf welche Weiſe dieß ſtatt finden koͤnne.

Ungefaͤhr vierzehn Tage ſpaͤter, war ſie geno⸗ thigt, der Familie Fondi zu Lucca einen Beſuch zu machen. Auch Caſtruccio kam dorthin; und im Laufe des Geſpraͤchs, erzaͤhlte Euthanaſia den Vorfall mit der Pilgerin, wobei ſie der Schoͤnheit, zugleich aber auch des Kummers der Ungluͤcklichen erwaͤhnte, und ihre Geſtalt, ihre Geſichts⸗ zuͤge ausfuͤhrlich beſchrieb. Caſtruccio horchte mit großer Aufmerkſamkeit; ploͤtzlich aber fuhr er zuſammen, und, ſich raſch von ihr abwendend, tbat er zu einem fernſtehenden Gaſte, mit dem er