Beſuche bei Euthanaſta, zu der er am naͤchſten Tage wieder zuruͤckkehren ſollte, zu Florenz wie⸗ der angelangt, brachte ihm ein Eilbote die Kun⸗ de von einer Verſchwoͤrung, die zu Lucca auszu⸗ brechen drohe, und die zur Abſicht habe, die Zuͤ⸗ gel der Regierung ſeinen Haͤnden zu entwinden. Um dieſes zu verhindern, meinte er, ſey es durch⸗ aus noͤthig, ſich unverzuͤglich nach ſeiner Geburts⸗ ſtadt zu begeben.
Anders, als er ſie verlaſſen hatte, betrat er eſe wieder; denn finſterer Ernſt ruhte auf ſeiner Stirn, und eine Entſchloſſenheit in ſeinem Ant⸗ litz verkuͤndete, daß Milde und Menſchlichkeit fuͤrder nicht im Stande waͤren, ihn von ſeinen, einmal gefaßten Vorſaͤtzen abwendig zu machen. — Ehrgeiz und Herrſchſucht, dieſe beiden Haupt⸗
zuͤge ſeines Characters, hatten nunmehr in ſeiner Bruſt jedes andere Gefuͤhl beſiegt, und er war
entſchloſſen, Alles daran zu ſetzen, ſeine Macht zu vergroͤßeren. Nach Lucca zuruͤckgekehrt, muſterte er am naͤchſten Morgen ſeine Krieger. Sie waren ihm treu ergeben, und ſo hoffte er, mit ihrer
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