Teil eines Werkes 
1. Band (1824)
Entstehung
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Waͤre es nicht einer koſtbaren Perle nde

welche die wilden Beſtien mir dufbewähren: wuͤrde ihre Hoͤhlen nicht anders betreren, Dals um ſet in Ketten zu legen. aſsans

Dieſe Worte gaben der armen Sthansß ſia voͤl⸗ 8 Gewißheit. Schweigend reichte ſie das Schrei⸗ ben zuruͤck, aber unendlicher Schmerz ſprach aus ellen ihren Zuͤgen. Sie erinnerte ſich des Geluͤb⸗ des: nimmer dem Feinde ihrer Geburtsſtadt ihre Hand zu reichen; und ſie war entſchloſſen, ihren Schwur zu halten. Ihr dießmaliger Aufenthalt in Florenz hatte ihr dieſe Stadt noch theurer ge⸗ macht. Sie hatte laͤnger, als gewohnlich, verweilt, unde viele ihrer alten Freundſchaftsbuͤnduiſſe er⸗ Meuert; konnte ſie ihr Schickſal an das eines Mannes knüͤpfen, der zur Abſicht hatte, das zu vertilgen, was ſie liebte? Nimmermehr! Ihr Entſchluß ſtund feſt; und die Starke ährer Seele erechtigte ſ ſief zu Wnaben, daß ſie dühs Oofe⸗ brin⸗ e werde. 49

Bald darauf kehrte Galeazzo mit dejungen Fheane nach Mailand zuruͤck; und jetzt traf die