Teil eines Werkes 
1. Band (1824)
Entstehung
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Tagen, am Abend des naͤchſtkommenden Mon⸗ tags, werden wir unſeren Fuͤrſten und Herrn wieder in unſerer Mitte ſchauen; und am darauf folgenden Morgen ſchon ſoll ſein Banner von den Mauern dieſer Stadt wehen.“

„Wie Ihr gebietet, ſo ſolls geſchehen!“ rief Caſtruccio lebhaft,„Morgen, mit Tagesanbruch, ehrwuͤrdiger Herr, werde ich Euch demnach ver⸗ laſſen. Euch, heiliges Maͤdchen, werde ich nicht wieder ſchauen, als bis ich Euren Herrn herfuͤhre, ſeine Rechte geltend zu machen. Ich bitte Euch alſo: ſegnet meine Waffen, auf daß ich ſie um ſo kraͤftiger gebrauchen kann, nachdem ſie von einer Gottgeſandten geweihet wurden.“

So ſprechend, knieete Caſtruccio vor der reizen⸗ den Jungfrau nieder, und hinauf ſchaute er zu ihr mit ſeinem feurigen Auge und dem maͤnnlich ſchoͤnen Antlitz. Sie erroͤthete, beruͤhrte mit ih⸗ rer Schwanenhand ſeine rabenſchwarzen Locken, und ſprach:„Gott ſchuͤtze Euch und Eure Sa⸗ che!“— Dann wandte ſie ſich raſch ab, faßte den Arm ihrer aͤlteren Gefaͤhrtin, und verließ die