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mir, meine Tage thatenlos zu verleben— ich muß handeln, ſoll ich das Gluͤck kennen lernen. Mein Vater wuͤnſchte, ich ſollte in ſeine Fußtap⸗ fen treten, ja wo moͤglich daruͤber hinausſchreiten. Das zu thun iſt auch mein Vorſatz, und ich wuͤrde ehr ſterben, als ihn aufgeben.“
Ein Jahr verging indeſſen, und noch immer weilte Caſtruccio unter Guinigi's niederem Dache; als aber die Traube ſich neuerdings ge⸗ fuͤllt hatte, und der nunmehr achtzehnjaͤhrige Sohn Ruggieri's eines Abends, neben ſeinem vaͤ⸗ terlichen Freunde, vor der Thuͤr ſeiner Huͤtte ſaß, begann er folgendermaßen:„Statt der verlangten ſechs Monate, habe ich ein ganzes Jahr geharrt, ohne uͤber meine kuͤnftige Beſtimmung Euren Rath zu verlangen; jetzt darf ich aber nicht laͤn⸗ ger ſaͤumen. Ihr glaubt es nicht, wie mir das Herz pocht, wenn dort unten im Thale Reiter⸗ haufen voruͤber ſprengen, waͤhrend ich hier in thatenloſer Ruhe weile.“
Guinigi laͤchelte und erwiederte:„Ich habe über deinen kuͤnftigen Lebensweg nachgedacht; ich habe


