tes Muthes, mein wackres Weib, und vertraue
mir, wie du mir bisher vertrauteſt!— Gern
moͤchte ich dich an einen ſichern Ort ſenden, aber es duͤrfte nicht gerathen ſeyn, dich jetzt in den Straßen Lucca's zu zeigen, deßhalb mußt du ſchon mein Schickſal theilen.—„Habe ich es nicht ſtets mit dir getheilt?“ fragte das Weib, und nachdem ſich die Freunde ihres Gatten in ein anderes Gemach begeben hatten, fuhr ſie fort: „Ich kann mir kein beſſeres Loos wuͤnſchen, Rug⸗ gieri, als mit dir zu leben und zu ſterben; aber
iſt denn auch fuͤr unſern Sohn keine Rettung?“
Caſtruccio ſaß zu den Fuͤßen ſeiner Eltern, und blickte mit ſeinen ſchoͤnen, großen Augen zu ihnen auf. Er hatte, waͤhrend die Mutter
ſprach, auf dieſe geſchauet; jetzt richtete er den fra⸗ genden Blick auf den Vater, als erwarte er
deſſen Antwort.„Man hat uns,“ ſprach Rug⸗ gieri„von dem Marktplatz vertrieben! wir haben keine Hoffnung mehr, den Sieg uͤber unſere Feinde davon zu tragen. Das Gelindeſte, was wir erwarten koͤnnen, iſt Confiscation unſerer
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