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Ruggieri kehrte, von mehreren ſeiner Freunde begleitet, von dem Platze, wo der Kampf ſtatt ge⸗
funden hatte, in ſein Haus zuruͤck. Sein Weib,
Madonna Dianora, harrte in großer Angſt ihres Gatten, waͤhrend der Knabe Caſtruccio, aus den ſorgenvollen Blicken ſeiner Mutter ihre Unruhe errathend, neben ihr am Fenſter ſtand und in die Straße hinabſchauete, ob der Vater noch nicht nahe. Endlich klatſchte er froͤhlich in die Haͤnde: „Sie kommen, ſie kommen!“— Ruggieri trat herein; ſein Weib richtete einen fragenden Blick auf den Gatten, ohne es zu wagen, ihre Lippen zu eroͤffnen. Aber ihre Wange erblich, als ſie vernahm, wie der Hausherr gebot, die Thuͤren des Palaſtes zu verrammeln, und Niemanden einzulaſſen, außer denen, die ſich, durch Nennung des verabredeten Wortes, als zu ſeiner Parthei gehoͤrig, zu erkennen geben wuͤrden. 3 „Sind wir in Gefahr?“ fragte Madonna Dianora mit leiſer Stimme einen der vertrau⸗
teſten Freunde ihres Hauſes. Ihr Gatte aber
vernahm, was ſie ſprach und entgegnete:„Sey gu⸗


