Druckschrift 
Die Tochter des Verbannten
Entstehung
Einzelbild herunterladen

50

der kräftige, ſeelenſtarke Staatsmann, an der Bahre ſeines letzten Sohnes zuſammen⸗ ſank, und ſeinem ſonſt thränenloſen Auge Zähren der Wehmuth entſtrömten, da bewieß ihm die allgemeine Theilnahme, wie ſehr er geliebt ward. Aleibiades Ankunft wirkte übrigens höchſt wohlthätig auf Perikles, denn ſeine Gedanken wurden dadurch, wenigſtens auf eine Zeitlang, von ſeinem Schmerze abgelenkt; und als er ſeinen jungen Verwandten in ſeine Arme ſchloß, war es ihm, als ob ihm mit demſelben neue Hoffnung zurückgekehrt ſei. Dringend beſchwor nunmehr Perikles den Jüngling, ſich doch ja nicht in die Stadt zu wagen; der leidenſchaftlich liebende Alcibia⸗ des aber beharrte, ſtellte er ſich gleich als leihe er den ihm gemachten Vorſtellungen ein bereitwilliges Gehör, feſt in ſeinem Entſchluſſe. Er horchte den Worten des Perikles mit der ängſtlichſten Aufmerkſamkeit, denn er

hoffte von ihm etwas zu erfahren, was ihn*