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Die Tochter des Verbannten
Entstehung
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bisher unbekannten friedlichen Häuslichkeit und der anſpruchsloſen Einfachheit der ſchö⸗ nen Bäuerin; auch entfernte er ſich nicht

eher, als bis er die Erlaubniß erhalten hatte, die einſam gelegene Hütte wieder beſuchen zu dürfen.

Wie ſo ganz verändert waren ſeine Ge⸗ fühle, als er jetzt nach Athen zurückkehrte! Gedankenvoll und ernſt geſtimmt hatte er die Stadt verlaſſen, mit feurigen Empfindungen, die Bruſt von frohen, jugendlichen Hoffnun⸗ gen belebt, kehrte er jetzt dorthin zurück; ſein unruhiger, nimmer raſtender Sinn hatte ſich ein neues, intereſſantes Ziel geſteckt, hatte einen Gegenſtand gefunden, anziehender, als je einer bisher ſeine Phantaſie beſchäftigte. Was waren ihm jetzt die Träume des Ehr⸗ geizes, die glänzendſten Ausſichten in die Zu⸗ kunft? Er lebte nur für die Gegenwart. Was kümmerte ihn die Stadt mit ihrem po⸗ litiſchen Treiben und ihren Vergnügungen? Er verachtete ihren Beifall; ihre Freuden hatten