Teil eines Werkes 
2. Theil (1825)
Entstehung
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gen. Die Gefuͤhle dieſes entſcheidenden Augenblicks, die ſo unerwartet, ſo unvorbe⸗ reitet auf ihr Herz einſtuͤrmten, verwirrten ihre Sinne und ohnmaͤchtig faſt lehnte ſie das Haupt an den Buſen der Pflegemutter, die ſie zitternd in ihren Armen hielt und ſie mit den theuerſten Namen in's Daſeyn zuruͤckrief.

Sey gluͤcklich, wie Du es verdienſt, meine Marie, ſagte ſie bewegt, als die Jungfrau endlich wieder die Augen auf⸗ ſchlug und ſie mit ſuͤßer Schaam und Ver⸗ wirrung anblickte.

Und Emilie! fragte dieſe zitternd.

Emilie hat laͤngſt entſagt; wie haͤtte ſie auch noch auf Gegenliebe von Seiten Wilhelms rechnen duͤrfen, da er von uns ſchied, ohne ſich auch nur durch ein Wort gegen ſie zu erklaͤren? Sie hat ihre Nei⸗ gung beſiegt und Dein Gluͤck wird in ihrem Herzen, wie in dem meinigen, nur die reinſte Freude erwecken; Du kennſt uns, und ſo zweifle nicht!