Teil eines Werkes 
2. Theil (1825)
Entstehung
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ſeine Tiſchnachbarinnen wurden in der Un⸗ terhaltung faſt ganz von ihm vernachlaͤßigt. So oft er ſich von mir unbemerkt glaubte, ruheten ſeine Augen auf mir; angeredet aber hat er mich mit keinem Worte, und es war ein Gluͤck fuͤr uns Beide daß die Ge⸗ ſellſchaft ſo groß war, denn ſonſt wuͤrde das aufgefallen ſeyn, da er ſich fruͤher ſo viel mit mir nnterhielt.

Ich mußte, auf den Wunſch meiner Tante und der Geſellſchaft, die Harfe ſpie⸗ ten und dazu ſingen; wie es mir in dieſer Stimmung nur moͤglich war, einen Ton hervorzubringen, begreife ich nicht, und den⸗ noch konnte ich es. Ich waͤhlte ein ſehr einfaches Lied, eine herzige und ſchoͤne Com⸗ poſition zu einer uͤberaus lieblichen Dicht⸗ ung von Uhland:

Lebe wohl, lebe wohl, mein Lieb! und ohne daß ich es wußte, rannen mir die Thraͤnen uͤber die Wangen. Als ich aufſtand und die Harfe an den Fuͤgel lehn⸗ te, ſtand der Graf dicht hinter mir; da