Teil eines Werkes 
2. Theil (1825)
Entstehung
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Den 20ſten Juni. Ich habe dem Geliebten jetzt nichts mehr zu geben; er iſt mein Gatte vor dem An⸗ geſichte Gottes, ich bin ganz ſein; das er⸗ fuͤllt mich mit Entzuͤcken und Schrecken zu⸗ gleich. O Emil, jetzt haſt Du zu vergel⸗ * ten, ich habe Deine Schuldforderung an mich getilgt, mehr als getilgt; das Ue⸗ brige iſt Vertrauen!

Den 24ſten Juni.

Er kam zu mir, ſo voll Unruhe, ſo lie⸗ begluͤhend, ich glaubte ihn an meinem Her⸗ zen zu beruhigen, ich bot alle Zaͤrtlichkeit, welche meine Seele fuͤr ihn hegt auf, um die Wolken zu zerſtreuen, welche ſich auf ſeiner ſchoͤnen Stirn geſammelt hatten, und es gelang mir! Froh wie ſonſt oft, ruhte er an meinem Herzen.Ich habe Dich ja, ſagte er in ſuͤßer Trunkenheit,und nichts ſoll Dich mir entreißen, ich trotze