Teil eines Werkes 
2. Theil (1825)
Entstehung
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ich meine Gruͤnde, deren Enthuͤllung Sie mir hoffentlich erlaſſen werden.

Dieſes gab Veranlaſſung zu neuem Streite, aber da meine Tante ſah, daß der Prinz feſt auf ſeinem Beſchluſſe beharrte, gab ſie endlich nach, und ſo trennten wir uns.

Dieſe ganze Verhandlung war mir in tiefſter Seele zuwider, denn ſie ſchien mir den zarten Bluͤthenſtaub von unſrer Liebe zu ſtreifen, und noch jetzt kann ich nicht ohne Widerwillen daran denken; ach mir war waͤhrend derſelben immer, als ſey ich das Opferlamm, um das man feilſchte und handelte, um es zur Schlachtbank zu fuͤhren! Warum aber Emil will, daß ich jenes verhaͤngnisvolle Papier bewahre, und nicht ſie, iſt mir begreiflich, denn ſteht es ihm wohl zu verargen, wenn er Mißtrauen gegen die Mißtrauiſche hegt? und wie gefaͤhr⸗ lich koͤnnte jenes Blatt in meiner Tante Haͤnden nicht werden!

O! mein Geliebter, zwiſchen uns bedarf es einer ſolchen Sicherſtellung nicht; aber