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treten, die dazu beſtimmt ſind ſich zu lieben und zu begluͤcken. Ich bin bereit, Ihnen ein ſchriftliches Verſprechen, in aller Form Rechtens und mit meiner Unterſchrift und meinem Siegel verſehn, zu geben, daß ich Roſalien als meine fuͤrſtliche Verlobte betrachte und nie einer andern Gattin meine Hand vor dem Altare reichen will als ihr; ſind Sie damit zufrieden und unter dieſer Bedingung mit unſerm Bunde ausgeſoͤhnt?“
Meine Tante machte zwar noch einige, aber nur ſcheinbare, Einwendungen, denn
trotz ihrer tiefen Vorſtellungsgabe zeigte mir
doch der Triumph, den ich in ihren Blicken las, daß ſie das Ziel ihrer Wuͤnſche erreicht habe. Endlich wurden Beide einig, und der Prinz verſprach, ihr den folgenden Tag die Urkunde einzuhaͤndigen. Dann beſann
er ſich einen Augenblick, und fuͤgte hinzu:
„Aber nein, nicht Ihnen, ſondern Roſa⸗ lien uͤbergebe ich dieſes wichtige Papier, und ſie muß mir geloben, es nie aus den Haͤnden zu laſſen; zu dieſer Forderung habe


