Teil eines Werkes 
1. Theil (1825)
Entstehung
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Und das Herz, an dem ich mit ſo hei⸗ ligem Vertrauen ruhte, koͤnnte auf Ver⸗ rath ſinnen und treulos ſeyn? Es iſt un⸗ moͤglich! Und was ſtellt ſich unſrer Ver⸗ einigung denn ſo ſehr entgegen? Der alte Fuͤrſt iſt ſo krank, daß er, ſelbſt wenn er dieſesmal dem Tode entrinnt, nicht lange mehr leben kann; dann tritt Emil's Bru⸗ der die Regierung an und dieſer wird freier. Und rinnt denn nicht auch in meinen Adern ed⸗ les Blut? nennt die Geſchichte nicht auch meine Ahnen, wie die ſeinigen in ihren Jahrbuͤchern? Haben nicht unſre Vorfah⸗ ren vereint mit dem Kreuze bezeichnet vor Jeruſalem geſtritten und waren beide dort nicht gleichgeborne Ritter? Daß die ſeini⸗ gen ſpaͤterhin durch Vermaͤhlungen, Erbſchaf: ten und Standeserhoͤhungen ſich zur Fuͤrſten: wuͤrde empor ſchwangen, waͤhrend die mei⸗ nigen in der angeerbten Wuͤrde verblieben,

macht das denn einen ſo großen Unterſchied

zwiſchen uns, daß er ſich ſchaͤmen muͤßtez

mir ſeine Hand vor dem Altare zu reichen! 11*