den koͤnnte, wenn er mich verließe, nach⸗ dem ich dies fuͤr ihn gewagt, ihm alle meine Grundſaͤtze aufgeopfert, mich zu der enteh⸗ renden Luͤge fuͤr ihn bequemt habe;— wenn das moͤglich waͤre, ſo waͤre nichts auf Erden mehr heilig, und Alles nur eine furchtbare, große, ſchauderhafte Luͤge! Wie hat er es mir aber gedankt, daß ich gekommen bin und alle dieſe Schwierigkeiten uͤberwunden habe, um ihn zu erfreun, und wie ehr⸗ furchtsvoll ſeine Liebe gegen mich war! O gewi, wir durften das Auge Gottes nicht
ſcheuen bei dieſer Zuſammenkunft, und unſre
Liebe darf ſelbſt vor der Welt nicht erroͤthen,
denn ſie entſtroͤmt den heiligſten Quellen!
Ueber die Zukunft haben wir noch nicht mit einander geredet, denn die Augenblicke waren uns zugemeſſen und die ſchoͤne Ge⸗ genwart nahm uns ſo ganz hin, daß wir nur in ihr lebten.
Mag nun kommen, was da will, ich habe das hoͤchſte Erdengluͤck genoßen; ſo lieben und ſo geliebt zu ſeyn, das iſt es!


