Teil eines Werkes 
1. Theil (1825)
Entstehung
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Nachdem ſie ohngefaͤhr eine Stunde weg waren, ſtand ich von meinem Lager auf und ließ mich unter dem Vorgeben anklei⸗ den, daß mich der Kopf etwas weniger ſchmerze und ich von der friſchen Abendluft voͤllige Geneſung hoffe; aber wie klopfte

mein Herz bei allen dieſen Schritten, wie

ſchaͤmte ich mich vor mir ſelbſt, wie fuͤrch⸗ tete ich jeden Blick meiner Kammerjungfer, und haͤtte ſie mein Zittern, meine ungewiſſe Stimme nicht fuͤr eine Folge meines Uebel⸗

n halten muͤſſen, ſo wuͤrde ich mich ver rathen haben. Ich wußte gar nicht was ich that und konnte ihr kaum den An⸗ zug nennen, den ſie ie mir bringen ſollte, und wie verwunderungsvoll blickte ſie mich an, als ich endlich ſtatt eines leichten, bequemen Negligees, das fuͤr eine wirkliche Kranke doch wohl am paſſendſten geweſen waͤre, ein ordentliches Kleid begehrte, denn wie haͤtte ich in dem erſteren vor Emil erſcheinen koͤnnen? Die Angſt, die Unruhe, worin ich ſchwebte, machten mich wirklich krank