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mand eine Freude machen konnte; Marie dagegen ſtill, verſchloſſen und berechnend; um zwei Jahre juͤnger als ihre Schweſter, beherrſchte ſie dieſe doch ſchon in fruͤheſter Kindheit durch ihre berechnende Klugheit und indem ſie ihr ſcheinbar nachgab. Wuͤnſchten Beide mit gleicher Heftigkeit ſich irgend Etwas anzueignen, ſo ſah man Marie'n ſtets ſtill zuruͤcktreten; aber nicht weil ſie wirklich ihre Wuͤnſche denen der Schweſter unterordnete, ſondern weil ſie ſo ſicherer war es nun zu erhalten; denn ſah ſich Roſalie ohne Widerſtand in den Beſitz des Begehrten geſetzt, ſo hatte es bald allen Werth fuͤr ſie verloren und ſte trat es nun freiwillig an Marie'n ab, die es feſter zu halten wußte und heimliche Triumphe uͤber das Gelingen ihrer Liſt feierte; freilich auf Koſten ihres Herzens und ihres Gemuͤths.
Marie war eine jener Naturen, die mit eigenſinniger Beharrlichkeit etwas ein⸗ mal Erfaßtes feſt halten; bei richtiger Lei⸗


