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Auge entſtroͤmten, aber ſie gaben ihm die erſehnte Linderung.
Leiſe oͤffnete ſich jetzt die Stubenthuͤre, und die gute alte Eliſabeth trat herein, eine Tante der Verſtorbenen, die man, weil ſie unvermaͤlt geblieben und fruͤher die lie⸗ bevolle Pflegerin der Baronin geweſen war, in das Haus genommen hatte. Eli ſabeth war eine jener ſchwachen, aber auch zu⸗ gleich ſanften und liebenden Naturen, die ſich uͤberall leicht behaglich fuͤhlen, weil ſie ſich nuͤtzlich und beliebt zu machen wiſſen und ſich' nie ſchwer auflegen. Beſonders
ſie Mutterſtelle vertrat, und die ihr ſpaͤ⸗ „terhin auf alle Weiſe zu vergelten ſuchte, was ſie einſt fuͤr ſie gethan;— ſo hatte auch Eliſabeth viel in ihr verloren, und nur die ihrem Weſen eigenthuͤmliche Reli⸗
aufrecht zu erhalten. Sie hielt, als ſie in das Sterbezimmer trat, an jeder Hand eine der Toͤchter des
lieb war ſie der Erblaßten geweſen bei der
gioſitaͤt vermochte ſie in ihrem Schmerze
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