Teil eines Werkes 
1. Theil (1825)
Entstehung
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1.

In Schmerz verloren und alles rings um ſich her vergeſſend, ſaß der Gatte am Ster⸗ bebette der fruͤh dahingeſchiedenen Gattin, die ſein Alles geweſen war. An ihrer Seite war ihm das Leben wie ein ſchoͤner Fruͤh⸗ lingstag, angelacht von einer mildern Sonne, umkraͤnzt von tauſend duftigen Bluͤthen da⸗ hingeſchwunden; durch ſie hatte er, nach langem Umhertreiben in der Welt, die ihm

fuͤr gehoffte wahre Freuden nur Schein und

Trug bot, das ſchoͤne Gluͤck einer ſtillen, engbegrenzten Haͤuslichkeit kennen lernen; durch ſie hatte ſich ſein Seyn und Weſen erſt recht entfaltet und er verwirklicht ge⸗ ſehen, woran er faſt verzweifelt war, daß er noch die Faͤhigkeit beſitze, gluͤcklich zu

ſeyn und gluͤcklich zu machen. So ſchien ſie

es ihm jetzt faſt unmoͤglich, daß er ohn

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