Teil eines Werkes 
1. Band (1839)
Entstehung
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ſäͤtzlich hatte dieſe dem Bruder bisher nichts von den ſowohl leiblich als geiſtig ſeltenen Vorzuͤgen ihrer Freundin geſagt, denn ſie wollte dieſen da⸗ mit uͤberraſchen und hatte die Zuſammenkunft Beider nicht ohne Abſicht veranſtaltet. Wie er⸗ ſtaunte Tycho daher nicht, als er ein faſt feen⸗ haft ſchoͤnes Weſen aus dem leichten Boote ſteigen ſah, das Liuva von dem groͤßern Schiffe an den Strand gebracht hatte.

Liuva, die einzige Tochter und Erbin eines angeſehenen daͤniſchen Edelmannes, hatte eine Italienerin zur Mutter gehabt und von dieſer jene piquante Schoͤnheit geerbt, die man ſonſt im Norden nicht anzutreffen pflegt. Eine hohe, ſchlanke Geſtalt, ein ſchwarzes, blitzendes Auge, aus dem Geiſt und Leben ſpruͤheten; eine edelgebaute Stirn, eine feingebogene Naſe, das reichſte und ſchoͤnſte ſchwarze Haar und ein ro⸗ ſigter Mund, mit zwei Reihen weißer Perlen⸗ zaͤhne, der anmuthig zu laͤcheln verſtand, machten Liuva zu einer eben ſo reizenden als ſeltenen Er⸗