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Statt ſich, wie andere junge Leute ſeines
Standes, nach vollbrachtem Tagewerke der Ruhe
oder dem Vergnuͤgen zu uͤberlaſſen, ſtahl er ſich heimlich aus ſeinem Bette, beobachtete die Sterne, ſchrieb ſeine Bemerkungen daruͤber nieder und verfertigte ſich eine kleine Himmelskugel, die ſein theuerſtes Beſitzthum war, aber ſorgfaͤltig von ihm vor den Augen ſeines Hofmeiſters verborgen gehalten werden mußte, weil dieſer ſie in's Feuer geworfen haben wuͤrde, wenn er ſie erblickt haͤtte. Bald geſellte ſich zum Studium der Aſtronomie, Mathematik und Chemie auch noch das der Aſtro⸗ logie, welches letztere fuͤr den dichteriſchen phan⸗
taſiereichen Tycho bald einen großen Reiz hatte.
Vielleicht haͤtte ihn die Aſtrologie auf einen Irr⸗ weg gefuͤhrt; allein der Zufall nahm ſich ſeiner an, indemer ihn eine Bekanntſchaft machen ließ, die von der groͤßeſten Wichtigkeit und Bedeut⸗ ſamkeit fuͤr ſein Leben werden und ihn wieder auf den richtigen Weg zuruͤckfuͤhren ſollte.
In Leipzig lebte zu der Zeit, wo Tycho die


