Teil eines Werkes 
2. Band (1839)
Entstehung
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nicht das Bild jenes Fraͤuleins, nicht Liuva's Bild im Herzen, die tauſendmal ſchoͤner, reicher, gelehrter und dazu von einem Stande iſt, der Dich nicht vor der Verbindung mit ihr erroͤthen laſſen duͤrfte, wie dieß bei mir der Fall ſein muͤßte? Was koͤnnte ich, das arme, unwiſſende Maͤdchen von niederer Geburt, was koͤnnte ich Dir ſein? Woher wuͤrdeſt Du den Muth neh⸗ men, die Tochter des Fiſchers Knud vor der Welt als Deine Gattin anzuerkennen? Wuͤrde Dich nicht zugleich mit mir ihre Verachtung treffen? Nein, Tycho, ſo ſoll es nicht ſein: Du ſollſt von ihr geachtet, bewundert leben, ſollſt eine ſchoͤne, gebildete und Dir ebenbuͤrtige Ehe⸗ genoſſin in Dein Haus fuͤhren. Ohne Neid wie ich auf Dein und ihr Gluͤck ſehen, Dich zu lieben bis zum letzten Hauche meines Lebens, dieſes wird mir Keiner verwehren, Keiner zum Verbrechen machen koͤnnen, und dieſe Liebe ſei mein Antheil am Gluͤcke.

Tycho hoͤrte ihr mit einem Entzuͤcken zu,