Teil eines Werkes 
2. Band (1839)
Entstehung
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nach dieſem Geſtaͤndniſſe noch verzweifelnTycho? wollt Ihr nicht vielmehr hoffen?

Ja, ich will hoffen, himmliſches Weſen! rief Tycho begeiſtert und gehoben durch dieſe guͤtigen, vielverheißenden Worte,will hoffen und ſtreben, will alle Kraͤfte meiner Seele auf⸗ bieten, um mich Deiner Liebe wuͤrdig zu machen! Wie man um den koͤniglichen Reif ringt, um die Gnade Gottes und das Anrecht auf die ewige Seligkeit, ſo, Liuva, will ich um Deinen Beſitz ringen. Kannſt Du auch noch die Flammen nicht theilen, welche mein Herz fuͤr Dich ver⸗ zehren, ſo ſollſt Du es doch in der Folge muͤſſen; denn geſtehe es nur, Deine große und edle Seele

liebt den Ruhm, ſetzt einen unſterblichen Namen

uͤber alle andern Guͤter der Erde. Beide ſind

mir von den Lippen eines theuren Sterbenden

verheißen worden, und ich fühle die Kraft in

mir, dieſe Prophezeihung wahr zu machen.

Wenn ich Koͤnig im Reiche des Wiſſens bin; 1