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mir etwas gelten, ſo ſollten ſie ja nur die Kraͤnze ſein, womit ich meine Liebe reicher ſchmuͤckte; ſo hatten ſie nur Werth in meinen Augen, indem ich ſie Euch zu Fuͤßen zu legen hoffte; jetzt wer⸗ den ſie nur den Leichenſtein meines Gluͤckes um⸗
kraͤnzen!“
—„Ihr geht zu weit in Euren Voraus⸗ ſetzungen, Junker Brahe,“ nahm ſie nach einer Pauſe das Wort;„in meinem Herzen ſpricht nicht nur Etwas, ſondern Viel fuͤr Euch, und iſt die Bewunderung nicht ſelbſt oft der Anfang der Liebe? Noch ehe ich Euch perſoͤnlich kannte, zollte mein Herz dieſe Euch und Eurem Ruhme, und laßt es mich Euch geſtehen,“ fuhr ſie zoͤ⸗ gernd fort,„der immer lebhafter in mir werdende Wunſch, den Mann kennen zu lernen, von deſſen Wiſſen und Forſchungen die Welt nur mit Er⸗ ſtaunen ſpricht, war es wohl allein, der mich zu einer Zeit nach Schonen fuͤhrte, wo ich wußte, daß ich Euch daſelbſt treffen wuͤrde. Wollt Ihr


