Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
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Schmerz; Ignaz iſt gleichſam der Schutzgelſt unſres Hauſes, an den wir täglich denken, in Freud und Leid. Als mein Aelteſter geboren war, nahm Anton mit Freudenthränen ihn in den Arm, wie nur ein wirklicher Vater es ge⸗ konnt häͤtte, und bis auf den heutigen Tag iſt der Knabe ſein Liebling geblieben, weil er dem geliebten Verſtorbnen in Allem ſo ähnlich iſt, wie ein Waſſertropfen dem andern, nur die Augen und die Haare hat er von mir. Anton hat ſich in ſeinen Geſchäften ſo gut betragen, daß unſer Herr, unerachtet ſeiner Jugend, ihn vor drei Jahren als Oberaufſeher bei der Fa⸗ brik angeſtellt hat. Unſre Lage wurde dadurch noch ſehr verbeſſert, und wir bezogen dieſe ſchöne Wohnung. Gottlob, unſre Eltern ha⸗ ben das noch erlebt, erſt vor einem Jahre ſind beide bald nach einander Ach da kommt er! rief Anna hier plötzlich abbrechend, ſprang auf und nahm die noch ſchlummernde Kleine vor⸗ ſichtig in die Arme:Kinder, Kinder ge⸗