Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
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Stücke hin, wie ich es Ihro Gnaden hier er⸗ zͤhle, ich ſprach wohl manchmal mit darein, aber immer kam er darauf zurück, daß der ſelige Ignaz es ſo angeordnet habe, und was konnte ich dagegen einwenden? er zeigte mir auch den Brief, aber ich konnte ihn vor Thrä⸗ nen nicht leſen. So gingen wir denn hinunter zu den Eltern, Anton trug die Sache ihnen vor, er wußte ſeine Worte gut zu ſtellen, und ſie willigten in Alles, weil der ſelige Ignaz es ſo gewollt, und dankten mit lauter Stimme Gott, der es ihm in's Herz gegeben, noch im Tode für mich Verlaßne zu ſorgen. Wir wur⸗ den getraut, ach Ihro Gnaden, das war ein trauriger Tag! aber Anton bewieß ſich ſo himmliſch gut gegen mich, und iſt es geblieben bis auf die heutige Stunde. Alles, alles was er mir verſprochen, hat er redlich gehalten.

Wenn ich täglich um Ignaz weinte, und ſeinen Tod nicht vergeſſen konnte, ſo hatte er

nicht nur Geduld mit mir, er theilte meinen 13*