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nicht ganz, wie er es meinte, Anton weinte mit mir; Anton heißt er, Ihro Gnaden.“ „Ich denke, liebe Anna, du wirſt dich nicht weigern, den ausdrücklich niedergeſchrle⸗ benen Willen deſſen zu befolgen, der es mit uns beiden ſo gut gemeint hat; thue es um ſeinetwillen, von mir weißt du noch zu wenig, aber du ſollſt es nie bereuen, ihn er⸗
füllt zu haben, das gelobe ich dir als ein
redlicher Mann, bei dem Andenken meines Bruders, der ſo früh ein Engel im Himmel werden mußte, weil er hier auf Erden ſchon einer war. Laß mich ganz an meines Bru⸗ ders Stelle treten, wie er ſelbſt es angeord⸗ net hat, werde meine liebe Frau und folge mir mit deinen Eltern in meine Helmath, dort wollen wir beide ſie pflegen bis an ihr ſeliges Ende. Und wenn du gleich mit mir getraut biſt, ſollſt du doch, von mir ungehindert, dein Wittwenjahr halten, wle es recht und billig iſt; und ich will mit dir um unſern Ignaz


