Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
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denn von Jugend auf war ſie gewöhnt nichts ſo ſehr zu ſcheuen als gerade dieſes, und alles was auffallen konnte faſt ängſtlich zu vermeiden.

Guten Morgen, rief, wie aus weiter Ferne, eine liebliche Stimme und ſchreckte Eugenien aus den halbwachen Träumen auf, in welche die lautloſe Stille um ſie her, und ihr vergeb⸗ liches Streben, einen Ausgang aus dem Laby⸗ rinthe von Gefühlen und Verhältniſſen in wel⸗ ches ſie gerathen war, zu erſinnen, ſie verſenkt hatten. Eugenia fuhr raſch empor, das Wachs⸗ licht neben ihr war, ohne daß ſie es bemerkt hatte, eingebrannt, die Sonne war eben im Aufgehen, das verkündete ihr der in den erſten Strahlen derſelben erglühende Thurmknopf einer fernen Kirche, der über die verworrene Maſſen von Dächern dicht vor ihr hervorragte.

Die fleißige Nachbarin, Eugenten gegenüber, hatte ihr Licht ausgelöſcht, das niedrige Fen⸗ ſter ihres Dachkämmerchens geöffnet, mit Kopf und Schultern ſich durch daſſelbe durchgezwängt,