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„Doch nein, Eugenia! die Wonne, die im Anſchauen Ihrer himmliſchen Klarheit mich durchſtrömt, kann mich nicht täuſchen, das von dem Tage an, da ich zuerſt Sie erblickte, mit ſchöpferiſcher Gewalt mein ganzes Weſen umgeſtaltete, kann mich nicht irre führen. Das offne treue Auge, in welchem ich nicht Mit⸗ leid, nicht Theilnahme allein, in welchem ich ſo oft Erwiederung des ſtill in meiner Bruſt verborgnen Gefühles las, es konnte mir nicht lügen; die zarte Hand, deren leiſeſtes Berüh⸗ ren mein ganzes Weſen erſchüttert, ſie kann mich nicht zurück ſtoßen. Geliebte, ich habe die wortloſe Sprache Ihres Herzens verſtan⸗ den, wie Sie die des meinigen. Sie erwie⸗ dern, Sie theilen das Gefühl das zu Ihnen allmächtig mich hinreißt, ich weiß es, denn ich fühle es, und mit einem Entzücken für das jede Sprache zu arm iſt, wage ich Ihnen zu geſtehen, daß ich es weiß. Irre ich, wäre es nicht ſo, nun ſo iſt auch alles Glauben


