Teil eines Werkes 
1. Abtheilung (1829) Der Frühling / von Friedrich Schmitthenner
Entstehung
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Wie manche Jungfrau ſtand in ſüßer Blüthe, Ein Kind der unverkünſtelten Natur, Die zaub'riſch ungeſuchter Reiz umglühte, Wie eine Blume auf der freien Flur. Ihr Preiß erſcholl aus jedes Jünglings Munde, An ihren Reizen hieng ein jeder Sinn, 3 Und herrlich ſtrahlend in der Frauen Runde War ſie des Dorfes ſtolze Königinn.

277.

Und manche Mutter zog mit tauſend Mühen In jenen Hütten ihren Knaben groß, Mit ſtiller Freude ſah ſie ſein Erblühen Und träumte froh von ſeines Lebens Loß. Und herrlich trat er an des Lebens Werke, Sein zartes Antlitz färbten Milch und Blut, In ſeinen Armen wohnte Rieſenſtärke, Aus ſeinen Blicken flammte Heldenmuth.

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Da liegen ſie, mit allen ihren Traͤumen, Mit Allem, was die Seele hier gerührt, Gebannet in den ſchaudervollen Räumen,

Wo die Verweſung ihren Haushalt führt.