Teil eines Werkes 
1. Abtheilung (1829) Der Frühling / von Friedrich Schmitthenner
Entstehung
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249.

Die nahm ihn und erbebte und erblaßte, Und Staunen griff die Gäſte im Gelag, Bis ſie vom Sturm des Schreckens ſich erfaßte Und zu dem Bräutigam die Worte ſprach: Noch hat uns Hand des Prieſters nicht verbunden, Gewähret, daß ſie nimmer uns vereint, Er iſt nicht tod, er hat ſich eingefunden, Den wir im Reich des ſtillen Grabs vermeint.

250.

Es prüfte dann der Bräutigam die Menge Der Freunde, die zum Feſt verſammelt war, und einen Fremden ſah er im Gedränge und führte ſchweigend die Geliebte dar. und willſt du nun nach Braut und Ritter fragen, So frag' das Grab, dort ruhet ihr Gebein. Das Wunder melden noch des Landes Sagen, Noch führt die Burg den Namen Falkenſtein.

251.

Alſo der Klausner. Auf die bleichen Wangen Ergoß in Silbertropfen ſich der Schmerz, und wie durchbebt von dunkelm Geiſterbangen Hob er die feuchten Blicke himmelwärts.