Teil eines Werkes 
1. Abtheilung (1829) Der Frühling / von Friedrich Schmitthenner
Entstehung
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Raſch gieng die Fahrt, mit raſcherem Gefieder Umſchwebte ſie das treue Falkenpaar,

Laut-murrend ließ der Unhold ihn hernieder

und ſchlich ſich fort, ihn nahm kein Blick mehr wahr.

247.

Hoch-jubelnd ſcholl es aus des Schloſſes Pforte

und weckte Sorgen in des Ritters Bruſt,

An einen Diener wandt' er bang die Worte:

Woher ſo ſpät der laute Lärm der Luſt?

Der ſprach: Ihr ſeid willkommen bei dem Feſte, Das heut' dem Bräutigam die Herrinn eint, Kommt näher, denn es iſt nur Lärm der Gaͤſte, Was Euch mit Staunen zu erfüllen ſcheint.

248.

Voll Schmerzen trat er in des Schloſſes Hallen und ſchlich ſich ſchweigend in den lauten Lärm Der muntern Gäſte, ungekannt von Allen, Bleich war ſein Antlitz und entſtellt von Harm. Als drauf der Humpen gieng im Kreis der Zecher, Leert' ihn der Ritter auf des Hauſes Glück, Und warf den Ring in den geleerten Becher, Ein Diener trug ihn zu der Braut zuruͤck,