Teil eines Werkes 
1. Abtheilung (1829) Der Frühling / von Friedrich Schmitthenner
Entstehung
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unzählbar und aus allem Land erſchienen

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Die reichſten Ritter in des Vaters Schloß, um Herz und Hand der Jungfrau zu verdienen, Doch keiner war, der ihrer Gunſt genoß⸗

232.

Ein Ritterjüngling nur, noch zart von Jahren, Doch frommes Herzens und zum Kampfe kühn, Gelobte nach dem heil'gen Grab zu fahren,

Geſegne Gott ſein redliches Bemühn.

Als nun das Fräulein ſich zu ihm gewendet,

Geſtand er nach der Treue Wechſelwort,

Es ſei der Liebe Werk noch nicht vollendet, Ihn ruf' ein heiliges Gelübde fort.

2833.

So geht erſt, das Gelübde zu erfüllen, Sprach Bertha und voll Thränen ſank ihr Blick, Vollbringet fromm des Heilands heil'gen Willen, Er führ' euch glücklich an mein Herz zurück. Nehmt dieſen Ring als Pfand der Treu und Liebe, Bis drei Mal ſich der Kreis des Jahrs erneut, Tewahe ich trauernd euch die treuen Triebe,

Die euch mein Herz in dieſer Stunde beut.