Teil eines Werkes 
4. Theil (1861)
Entstehung
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ken Wangen färbten ſich plötzlich roth und er zitterte. Nach einer ganzen Weile erſt entgegnete er auf des Doktors Worte furchtſam und mit noch leiſerer Stimme, einen ſcheuen Blick auf Gilbert werfend:

Die Frau Herzogin von St. Aignan..

Gut, gut, mein Freund, unterbrach ihn Maury freundlicher,ich habe ſie nicht vergeſſen. Noch heute Mit⸗ tag werde ich ſie in St. Lazare beſuchen; beruhigen Sie ſich deßhalb. Hoffentlich hat ſie über nichts Ernſtliches zu klagen?

Sie lebt wie alle Tage, antwortete der Alte; auch iſt die Anweſenheit einer Perſon im Gefängniß für ſie ein großer Troſt. Aber ich habe viel Urſache, um dieſe Perſon zu bangen und bedenken Sie, welchem Schmerz Madame preisgegeben ſein würde, wenn.... O, Sie verſtehen mich! Sie wird ihren Leiden erliegen, ſie wird nicht wieder aufkommen in dieſem Falle!

Nun, nun, alter Mann, die Frauen, welche leicht verzweifeln, wiſſen ſich auch ſchnell wieder zu tröſten. Ich⸗ habe einige Mittel, um die Schwachen zu kräftigen. Wie geſagt, heute Mittag werde ich nach St. Lazare kommen.

Darauf grüßte Maury leicht und trat in ſein Ar⸗ beitskabinet, während der Alte im Vorzimmer zurückblieb. Weit entfernt, dieſen Wink der Verabſchiedung zu verſte⸗ hen, ſchritt er nach einigen Minuten, deren er zur Faſ⸗ ſung des Entſchluſſes bedurfte, glei chfalls nach der Thür