Teil eines Werkes 
4. Theil (1861)
Entstehung
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Furcht vor der Gulllotine trieb ſie zur Verrichtung des⸗ ſelben.

Die Schreckensherrſchaft war auf ihrem Gipfel, aber Jeder ahnte, daß eine furchtbare Kriſis nahte und über kurz ein großer Umſchwung der Dinge ſtattfinden müſſe. Unwillkürlich prägte ſich dieſe Ahnung auf Aller Antlitz die ganze Phyſiognomie der erſten Tage des Juli hatte et⸗ was Unheimliches, Gedrücktes: das große Gewitter, wel⸗ ches heraufzog, lag in allen Giedern, in denen des Sicher⸗ heitsausſchuſſes, des Convents, des Jacobinerelubbs, in denen jedes Menſchen.

Auch Robespierre, obgleich er der Herr Frankreichs und ſeine Macht in Wahrheit, wenn auch nicht der Form nach, eine diktatoriſche war, fühlte das Unbeſtimmte, Dun⸗ kele und Zweideutige ſeiner Lage. Er zeigte ſich merk⸗ würdig unentſchloſſen, dabei auffahrend, zerſtreut, ewig wie von einem rieſigen Gedanken beſchäftigt. Bald klagte er die Ausſchüſſe der Grauſamkeit, bald der Nachſicht an er grollte unaufhörlich, aber man wußte nicht, wem, und deßhalb verlor er an Freunden und Anhang. Man dachte, er ſinne auf die Diktatur und ſeine Feinde ſtreu⸗ ten das Mißtrauen gegen ihn fleißig aus, ſie organiſirten eine Verſchwörung und dieſe nahm mit einem Male unge⸗ heure Dimenſionen an, reichte bis in den Jacobinerclubb, wo Robespierre noch vergöttert wurde, bis in die Aus⸗ ſchüſſe, welche Robespierre's Befehle zu vollziehen hatten.