Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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Deine Poeſie noch heut Abend zu entflammen. Du mußt das Feſt des höchſten Weſens durch eine Hymne verherr⸗ lichen ſie wird Deinen Ruhm unvergänglich machen.

Chenier, der bisher im Unklaren darüber geweſen, was Robespierre von ihm begehren mochte, war ſichtlich überraſcht durch dieſe Forderung.

Ei, Robespierre, verſetzte er,glaubſt Du, daß ich Hynnen aus dem Aermel ſchüttele?

Ein guter Patriot hat ſtets Worte für ſeine Be⸗ geiſterung, ein Dichter wie Du ſtets Verſe für ſeine Em⸗ findungenl

Du magſt recht haben doch wenn das Gedicht mißlingt?

Es wird nicht mißlingen.

Alſo gut.

Du machſt alſo die Hymne? fragte Robespierre haſtig.

Noch heut Abend.

Morgen Mittag iſt das Feſt, Du kannſt Vormit⸗ tag proben laſſen die Muſik iſt in einer Stunde gemacht.

Muſſk und Poeſie ſtehen im Dienſte der Republik.

Des Vaterlandes, ergänzte Robespierre.

Ich werde den Beweis liefern.

Ich werde ſtolz darauf ſein, daß Du dieſe Hymne gedichtet.