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Robespierre hörte zum Glück abſichtlich oder unab⸗ ſichtlich nicht auf dieſe Worte; der Name André Chenier ging an ſeinem Ohre vorüber, ohne ſeine Aufmerkſamkeit zu erregen, die den Tod des Gefangenen zur Folge gehabt hätte. Couthon mußte glauben, der Prozeß André'e ſei eine beſchloſſene Sache, jedenfalls kannte er nicht die Um⸗ ſtände ſeiner Verhaftung.
Als Joſeph Chenier gleichwohl die Aufführung Ti⸗ moleons vorbereitete, rührten ſich auch ſeine Feinde.
Ein Mitglied der Commiſſion für den öffentlichen Unterricht ſchrieb an Robespierre:„Die Vorſtellung des Timoleon, glaube ich, bringt die ſchlechteſte Wirkung her⸗ vor. Die Dichter werden ſich nach Chénier bilden, und wir werden bald auf der Bühne Könige als rechtliche Leute und zahme Republikaner geſchildert ſehen. Eine ſchöne Lektion für das Volk!“
Timoleon wurde einſtudirt, die Probe gehalten. Ein zahlreiches Publikum hatte ſich dazu eingefunden.
Als die Seene kam, wo Antikles die königliche Stirn⸗ binde um das Haupt des Timophanes legt, rief ein Mit⸗ glied des Convents:
„Wenn es in Corinth nur einen Timoleon gab, ſo gibt es in Paris unzählige Feinde des Königthums. Die Aufführung eines ſolchen Stückes iſt eine Beſchimpfung für ſie!“


