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der Gefahr entronnen denn diejenigen, welche den Ver⸗ haftsbefehl gegen ihn erlaſſen hatten, hielten ihn nun für arretirt und begnügten ſich vorläufig damit, ihn im Ge⸗ fängniß zu wiſſen. Der große Prozeß gegen die Giron⸗ diſten, der ebenfalls vorbereitete gegen die Königin, be⸗ ſchäftigte überdieß den Wohlfahrtsausſchuß und die Ge⸗ richte viel zu ſehr, als daß ſie für untergeordnetere Pro⸗ zeſſe Intereſſe gehabt hätten. Bei aller Schnelligkeit des Gerichtsverfahrens konnte man doch immer nur mit den Hauptperſonen ſich beſchäftigen.
André Chenier hatte am Abend desſelben Tages, wo er ſein Aſyl bei dem Herzog von St. Aignan gefunden, ſeinen Bruder von Allem benachrichtigt, was ihm gedroht. Nicht gering war das Erſtaunen Marie⸗Joſephs, als er am nächſten Morgen von Couthon in hämiſchem Tone die Mittheilung erhielt, André Chenier ſei verhaftet. Zum Glück wußte er ſich zu beherrſchen, ſo daß Couthon keinen Argwohn ſchöpfte. Es gelang ihm auch, bald den eigent⸗ lichen Zuſammenhang der Sache in Erfahrung zu bringen; er erfuhr die Verhaftung ſeines Bruders Sauveur im De⸗ partement und die Verwechslung desſelben mit André von Seiten des Beamten, der den Rapport gemacht. Bei ſtrenger Bewahrung des Geheimniſſes war die Rettung beider Brüder leicht möglich, die André's ganz gewiß. Man kann ſich denken, daß ſowohl André, als Alle, die von der Gefahr, die ihm gedroht und der Weiſe, wie er


